UNSERE VORBILDER & UNTERSTÜTZER
Mentor*innen aus der IT- und Startup-Szene erzählen ihre Geschichte.

Sie bilden bei der Abschlussveranstaltung unsere Jury – ergänzt um Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

MENTOR*INNEN

Daniel Anderson
Gründer der 3DQR GmbH

Ich wollte schon immer etwas erreichen, das die Welt verändert! Und ich hatte schon immer (teilweise verrückte) Ideen, die ich unbedingt durchsetzen wollte. Dass eine Unternehmensgründung all diese Dinge miteinander vereint, habe ich aber erst viel später für mich entdeckt. Meine Eltern haben meine Ideen zwar manchmal belächelt, aber mir dabei nie Steine in den Weg gelegt.

Seit es Smartphones gibt war ich begeistert von Augmented Reality – der Verbindung der realen Umgebung mit virtuellen Elementen. Diese bietet tolle Möglichkeiten, war bisher aber nur sehr schwer und aufwändig nutzbar. Mit meiner Gründung habe ich eine Lösung geschaffen, die diese komplexe Technologie schnell und einfach einsetzbar macht. Das macht mir auch am meisten Spaß: Menschen dazu befähigen, Dinge zu tun, die sie sich niemals zugetraut hätten.

Ich finde es toll, Schülern, die eine tolle Idee haben, einen Weg zu zeigen, wie sie diese umsetzen können! Viel zu viele geniale Ideen verschwinden einfach, weil niemand sich traut den nächsten Schritt zu gehen. Je eher man erste Erfahrungen damit sammeln kann, desto höher steigen die Chancen für eine erfolgreiche Gründung.

Markus Findeisen
Gründer der just authentic GmbH

Das Gründen liegt bei mir in der Familie. Meine Mutter hatte ein Blumengeschäft, das später meine Schwester übernahm. Mein Vater betreibt einen Webshop für Motorradteile. Mit meiner Gründung habe ich Rennfahrern, Rennteams und Autoherstellern eine Möglichkeit geschaffen, ihre Medienarbeit auszulagern.

Die Zeit anhalten zu können wäre bei einer Gründung eine tolle Superkraft! Man beachtet anfangs viele Herausforderungen nicht, wodurch die eigene Zeitplanung schnell ins Wanken gerät.

Zum Gründen zu animieren, ist wichtiger denn je. Die Angst davor, zu scheitern sollte dich nicht davon abhalten! Das DTA-Projekt ist eine super Möglichkeit, Menschen diese Angst zu nehmen.

Kristin Fritsch
Frontend Entwicklerin und Code Girl

Ich habe in der Schulzeit mit dem Programmieren angefangen. Damals habe ich mir etwas Taschengeld dazu verdient, indem ich Restaurants in meiner Stadt beim Aktualisieren der Webseite geholfen habe. Ich glaube meine Eltern fanden das nicht schlecht, denn ich habe ziemlich schnell einen eigenen Laptop bekommen.

Am liebsten programmiere ich Webanwendungen. Das tolle dran ist, dass man schon mit wenigen Zeilen Code etwas bauen kann, um etwa Information oder Tools bereitzustellen, die dann auf der ganzen Welt erreichbar sind. Außerdem ist großartig etwas zu entwickeln, dass von unzähligen Menschen täglich genutzt wird.

Eine direkte Verbindung zwischen Gehirn und Computer wäre sehr hilfreich, um den Code nicht über die Tastatur eingeben zu müssen.

Am DTA-Projekt gefällt mir, dass Jugendliche einen Einblick in digitale Anwendungen erhalten, die wir täglich im Internet oder in Form von Apps konsumieren. Es ist wichtig zu wissen wie solche Technologien im Hintergrund funktionieren, um zu verstehen, wie sie sinnvoll genutzt werden können.

Julia Hoffmann
Gründerin der Code Girls

Mir macht Programmieren immer Spaß, wenn es dazu dient, den Menschen das Leben zu erleichtern, unabhängig davon, ob es sich um eine To Do-Listen-App, ein kleines Programm zum Maßeinheiten-Umrechnen oder eine schicke Website handelt.

Beim Programmieren hilfreich wären Röntgenaugen, um kleine fiese Fehler im Code sofort zu erkennen. Aber zum Glück gibt es mittlerweile ziemlich gute Programme dafür.

Ich finde es gut, dass beim DTA-Projekt der Entwicklungsprozess der Realität ziemlich nah kommt und die Teilnehmer*innen so ein gutes Gespür dafür bekommen, was zu einer Produktentwicklung dazu gehört. Außerdem schätze ich es, dass die Teamarbeit eine wichtige Rolle spielt und verschiedene Talente gefördert werden, die über das Programmieren hinausgehen.

Martin Menz
Gründer der Relaxdays GmbH

Meine Motivation war es schon früh ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein eigenes Unternehmen kam mir da ganz recht. Heute bin ich genauso gern Wegbegleiter für Andere, denn Erfolg ist immer ein Gemeinschaftsprojekt.

Ich habe echt klein angefangen: Zu Beginn habe ich Kopfmassagegeräte auf eBay verkauft. Heute kreieren wir spannende und geniale Produkte und verkaufen sie noch immer digital in ganz Europa.

Meine Superkräfte sind klassische Tugenden: Fleiß und Mut! Diese haben mir meine Eltern, bei denen ich hier in Halle aufgewachsen bin, ganz früh an die Hand gegeben.

Warum ich das DTA-Projekt unterstütze? Herbert Grönemeyer hat schon vor 35 Jahren gesungen „Gebt den Kindern das Kommando“ – da mache ich mit!

Stefan Miethig
Gründungsbegleiter im Transfer- und Gründerservice der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Als Gründungsberater unterstützte ich die Verwirklichung von Visionen und die Gründung von Unternehmen. Ich bewege mich also im Mindset eines Entrepreneurs ohne selbst zu Gründen. Dass ich viel Kontakt zu Menschen habe, die Potentiale Erkennen und Visionen umsetzen wollen, macht mir dabei am meisten Spaß. Dabei setzte ich bei den Gründer*innen auf ihre Neugier und Beharrlichkeit, welche wichtige Eigenschaften sind bei der Verwirklichung von Träumen.

Ich selbst habe zwar noch kein Unternehmen, aber schon verschiedene Vereine gegründet, die sich den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit annehmen. Der Spaß kommt durch die Mitstreiter*innen und wie wir als Team gemeinsam an einem Strang ziehen.

Am DTA-Projekt gefällt mir die Unbeschwertheit der Schüler*innen bei der Entwicklung ihrer Ideen.

Dr. Jenny Müller
Gründerin der DIE FRISCHEMANUFAKTUR GmbH

Gründen hatte ich eigentlich nie wirklich vor. Ich habe vier Jahre über meine Idee nachgedacht und war mir nicht sicher, ob ich das wirklich machen soll. Irgendwann habe ich mir gedacht, entweder hörst du auf darüber nachzudenken, oder du machst es jetzt einfach. Aufzuhören darüber nachzudenken hab ich nicht hinbekommen, also blieb nur noch MACHEN übrig.

Ich habe früher bei einer großen Supermarktkette in der Strategie gearbeitet. Da ist mir aufgefallen wie viele frische Lebensmittel weggeworfen werden. Planung und Verkaufsprognosen bei kurzer Haltbarkeit sind einfach echt schwer. Meine Gründung soll also Food Waste reduzieren. Deshalb machen wir jetzt To-Go-Produkte, die auf natürliche Weise länger halten, als die der Konkurrenz.

Ich glaube, eine gute Gründungs-Superkraft ist Durchhaltevermögen (oder anders formuliert Sturheit 😉) und Selbst-disziplin und -motivation, das habe ich auch alles schon für meine Doktor-Arbeit gebraucht.

Alles was mehr Schüler*innen und Student*innen zum Gründen bringt finde ich super! Vor allem mehr Frauen! Liebe Mädels: Lasst Euch von Niemandem einreden (vor allem nicht von Euch selbst) ihr könnt das nicht! Ihr könnt das. Keiner kann im Voraus alles, was er nachher für sein Startup braucht – ich auch bei Weitem nicht. Das lernt man alles unterwegs – verspreche ich!

André Münnich
Gründer der fayteq AG

Meine größten Stärken liegen darin, Menschen zu motivieren und Neues zu initiieren. Genau diese Skills sind bei einer Unternehmensgründung am wichtigsten und von daher war es die logische Konsequenz, eigene Unternehmen zu gründen um meine Ideen zu verwirklichen. Am liebsten fange ich dabei auf der grünen Wiese an. Mit anderen Worten: es gibt nichts außer eine Idee oder vielleicht ein paar bunte Slides. So kann ich von Anfang an ein Unternehmen nach meinen Vorstellungen aufbauen, Geschäftsmodelle entwickeln und das Team zusammenstellen. Am schönsten sind die ersten Jahre eines Unternehmens: beinahe täglich sieht man Fortschritte und kleine Erfolge.

Als Unternehmer ist man sehr viel unterwegs zu Kunden, Messen, Investoren, Meetups oder Events. Die Reisezeit ist dabei sehr ineffizient, eine tolle Superkraft wäre es, mich zu spawnen oder zu beamen. Bis dies auch im realen Leben möglich ist, nutze ich die Bahn und kann während der Fahrt arbeiten oder einfach nur entspannen.

Mich begeistert die Idee, Schülerinnen und Schüler frühzeitig an das Unternehmertum heranzuführen und Ambitionen zu wecken, eigene Ideen einfach mal umzusetzen.

Natalie Sontopski
Gründerin der Code Girls

Zu programmieren hat mich ehrlich gesagt lange überhaupt nicht interessiert – erst als ich mit Mitte 20 anfing zu bloggen, begann ich mich für den Code hinter meinem Blog zu interessieren und programmieren zu lernen.

Auch wenn es streng genommen kein Programmieren ist: Am liebsten bastle ich an Webseiten herum. Ich mag es funktionales Design mit guten Inhalten zu vereinen.

Mädchen in einem außerschulischen Rahmen die Möglichkeit zu geben, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren, motiviert mich zur Teilnahme am DTA-Projekt.

Stefan Wegener
Gründer der UniNow GmbH

In die Gründung bin ich eher reingestolpert. Während meines Studiums wurde aus einer gemeinsamen Idee und Leidenschaft eine Unternehmensgründung. Es ist toll, dass daraus ein Unternehmen geworden ist, welches durch mittlerweile über 30 Mitarbeiter*innen weiter vorangebracht wird.

Unsere App bündelt alle relevanten Informationen fürs Studium. Dadurch verpasst man nichts mehr, etwa die nächste Veranstaltung, das Prüfungsergebnis oder die Fristverlängerung für ausgeliehene Bücher.

Ein Super-Fokus hätte bei der Gründung geholfen. Am Anfang wussten wir noch nicht genau wo die Reise hingeht und welchen Schritt wir als Erstes und welchen als Zweites gehen müssen. Dadurch haben wir uns nicht immer im Laufe der 4 Jahre auf den Schritt mit der höchsten Priorität konzentriert.

Ich finde am DTA-Projekt klasse, dass digital affine SchülerInnen sich in einem gemeinsamen Projekt schon so früh mit dem Thema Gründung beschäftigen können und dabei unterstützt werden. Dies fördert den Gründungs-Geist, welcher für eine lebendige Startup-Kultur in Sachsen-Anhalt unbedingt notwendig ist.

JURY-MITGLIEDER

Julia Bütow
Referentin für Digitalisierungsprojekte, IT-Wirtschaft und Handel im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt

Dr. Susanne Hübner
Leiterin des Transfer- und Gründerservice der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Norman Klammer
‎Bereichsleiter Unternehmensentwicklung und Portfoliomanagement der GISA GmbH

Prof. Dr. Matthias Müller-Hannemann
Leiter der Arbeitsgruppe Datenstrukturen und effiziente Algorithmen am Institut für Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Nicolas Zacharias
Lehrstuhl für Marketing an der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

UNTERSTÜTZER

GISA GmbH
 Halle (Saale)

IBM Client Innovation Center 
 Magdeburg

Relaxdays GmbH
 Halle (Saale)

Digital Kompetent im Lehramt
 BMBF-Projekt des Zentrums für Lehrer*innenbildung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Digital Talent Accelerator wird im Rahmen der ego.-Existenzgründeroffensive des Landes Sachsen-Anhalt durchgeführt und aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert sowie durch die Univations GmbH Institut für Wissens- und Technologietransfer und die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg koordiniert.

Logoleiste_DTA FINAL